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Centro Comunitário Paulo Freire in Novo-Bacabal

Das Gemeinschaftszentrum Paulo Freire              

Im September 2001 haben die Bewohner von Novo Bacabal ihr "Gemeinschaftszentrum Paulo Freire" eingeweiht. Das selbstverwaltete Haus steht offen für nachbarschaftliche Gruppen und Kreise, für Seminare, Treffen, Kultur- und Bildungsveranstaltungen, die zur nachhaltigen Entwicklung des Stadtviertels beitragen wollen. Es trägt den Namen des brasilianischen Pädagogen Paulo Reglus Neves Freire, der 1921 in Recife, im Nachbarbundesland Pernambuco, geboren wurde.
Das Gemeinschaftszentrum Paulo Freire verfügt über einen großen Versammlungsraum (80m²) und einen Raum für Küche und Depot (20m²). Ein als Zisterne konzipiertes Wasserreservoir (ca. 7-Tsd. Liter) versorgt die anwohnenden Familien mit Trinkwasser aus einem Tiefbrunnen, der auf dem Gelände des Zentrums installiert ist.

Aktivitäten

Das Zentrum hat sich zu einem Referenzpunkt des Gemeinwesens entwickelt. Verschiedene Projekte, Aktivitäten und Veranstaltungen werden im GEMEIN­SCHAFTS­ZENTRUM PAULO FREIRE realisiert:

  • Die Gruppe UNIDOS VENCEREMOS ("Gemeinsam werden wir gewinnen"), bestehend aus etwa 20 Erwachsenen und älteren Jugendlichen, trifft sich regelmäßig im GEMEIN­SCHAFTS­ZENTRUM PAULO FREIRE, um Initiativen zur Verbesserung der sozialen Situation des Stadtteils zu entwickeln und zu verwirklichen.
  • Das Zentrum wird genutzt für kulturelle Veranstaltungen und Nachbarschaftsfeste.
  • Auf Initiative der Bewohner wurden Alphabetisierungskurse für Erwachsene eingerichtet.
  • Einzelveranstaltungen zu Themen aus den Bereichen "Gesundheit" und "Ökologischer Gartenbau" wurden von einer großen Zahl interessierter Bewohner besucht.
  • Wöchentlich treffen sich im GEMEINSCHAFTSZENTRUM die ehrenamtlichen Gesundheitshelferinnen der "Kinderpastoral", einer Initiative der katholischen Kirche zur Begleitung von Schwangeren, Säuglingen, Kleinkindern und deren Familien.
  • Das gemeinwesenorientierte Bildungsprojekt VAMOS! CRIANÇA arbeitet im GEMEINSCHAFTSZENTRUM PAULO FREIRE mit 60 Kindern, die wegen fehlender familiärer Unterstützung und/oder aufgrund frühkindlicher Unter- oder Mangelernährung Schwierigkeiten im Lern- und Sozialverhalten haben.
  • Auf dem Gelände des GEMEINSCHAFTSZENTRUM PAULO FREIRE wurde von den Kindern des Projekts zusammen mit Bewohnern des Stadtviertels ein Kräutergarten eingerichtet. Dazu finden Kurse statt über die Zubereitung und Nutzung pflanzlicher Heilmittel.
  • Unter Anleitung eines ausgebildeten Therapeuten finden regelmäßige Gruppentherapie-Sitzungen statt.
Das GEMEINSCHAFTSZENTRUM PAULO FREIRE hat damit in den wenigen Jahren seines Bestehens einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration der Bewohner von Novo Bacabal leisten können. Es ist zu einem Ort geworden, an dem sie eine Stimme bekommen, das Sprechen lernen und vor allem: gehört werden.
 

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